Auf Platz zwei landete Anna Haberhauer vom Oberpfälzer Schützenbund mit einem Teiler von 15,0, gefolgt von Antje Müller-Schubert vom Landeschützenverband Sachsen-Anhalt mit einem Teiler von 31,9. Nach der Proklamation konnte Piorr sein Grinsen kaum verbergen – dabei war seine Stimmung unmittelbar nach dem Wettkampf noch gedämpfter. „Ich hatte das Gefühl, meine Augen und mein Hirn kommunizieren nicht richtig. Ich habe das Ziel richtig gesehen, aber die Treffer waren über die ganze Scheibe verteilt“, sagte er. Dann fügte er trocken hinzu: „Aber ein guter war dabei.“ Genau das zählt beim Königsschießen. In seinem Heimatverein wird ebenfalls schon gefeiert. Dort fand am gleichen Abend ein Tanzturnier anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Vereins statt. „Das wird ein teurer Abend. Meine Tochter hat angedroht, dass sie es direkt auf der Bühne verkündet. Und ich habe gesagt, sie soll dann gleich dazu sagen, dass das Freibier auf mich geht“, stellt Michael Piorr nach der Proklamation fest.

